Wir haben bereits über die nicht so schönen Seiten Balis berichtet, wollen dir aber natürlich auch die schönen Seiten nicht vorenthalten. Denn Bali hat auch einiges zu bieten, dass dir mit Sicherheit gefallen wird. Tolle Strände, ein Meer aus Tempeln, endlose Reisfelder und tiefgrüner Dschungel um dich herum. Garniert wird das Ganze mit leckerem Essen und einer ganz besonderen Atmosphäre.

Bali gehört mittlerweile zu einer der beliebtesten Reiseziele in Südostasien. Die günstigen Flüge und Unterkünfte sowie die Aussicht auf ein bisschen Erholung, Party und die beeindruckende Kultur zieht jährlich tausende auf die kleine indonesische Insel. Morgens relaxen am Strand, Mittagessen in einem kleinen “Warung” und nachmittags Sightseeing in einem der unzähligen Tempel der Insel – das Angebot an Ausflügen, Erlebnissen und Sehenswürdigkeiten auf Bali ist wirklich groß.

Wir haben euch daher eine Liste der TOP-Sehenswürdigkeiten zusammengestellt, um euch den Einstieg in den Bali-Alltag etwas zu erleichtern.

Tempel auf Bali

Kaum ein anderes Bild prägt unsere Vorstellung von Bali so sehr, wie das der zahlreichen hübschen Tempel, die inmitten saftig grüner Dschungel-Landschaften stehen. Im Gegensatz zum Rest Indonesiens, wo der Islam die vorherrschende Religion ist, sind 96 % der Einwohner Balis Hindus, was der Insel den Beinamen „Island of the Gods“ eingebracht hat. Eine Art Symbol für die Kultur Balis sind die berühmten Tore geworden. Diese Tore symbolisieren die zum Gebet gefalteten Hände. Man findet diese am Eingang jedes Tempels und du kannst ihnen schon am Flughafen begegnen. Eigentlich hat jede Familie auf Bali ihren eigenen Tempel doch es gibt auch zahlreiche große und sehr wichtige Tempel, von denen wir euch die Bekanntesten einmal vorstellen möchten.

  • Pura Tanah Lot
    Der wohl bekannteste und zugleich touristischste Tempel auf Bali ist der sogenannte Wassertempel Tanah Lot. Jeder Taxifahrer wird dir eine Tour hier her anbieten wollen. Der Tempel liegt im Süden der Insel im Bezirk Tabanan und in der Nähe von Kuta. Zum Sonnenuntergang kann es recht voll werden, da jeder das bekannte Postkarten-Motiv des Tempels auf dem spiegelglatten Wasser nachschießen möchte. Auf Google Maps zeigen
  • Gunung Kawi Die Königsgräber wurden in einer malerischen Schlucht in Felswände geschlagen. Um ins Tal zu kommen, in dem sich die Königsgräber befinden, ist erstmal schweißtreibendes Treppensteigen angesagt. Denn du erreichst die Schreine nur, indem du rund 300 – bisweilen recht steile – Stufen hinabsteigst. Unten angekommen erwartet dich ein einzigartiger Anblick, der uns nach all den Tempeln noch weit mehr gefallen hat. Ein Must-See. Auf Google zeigen
  • Pura Ulun Danu Bratan
    der sich am Bratansee im Landesinneren befindet und der balinesischen Wassergöttin Dewi Danu gewidmet ist. Die mehrstöckigen Pagodendächer scheinen aus dem See herauszuragen, um die Schreine herum ist ein blühender Garten angelegt, der den Ulun Danu Bratan noch magischer erscheinen lässt. Möchtet ihr den Tempel besichtigen, solltet ihr euren Besuch in den frühen Morgenstunden planen, da diese Sehenswürdigkeit tagsüber teilweise sehr überlaufen ist. Auf Google Maps zeigen
  • Pura Luhur Uluwatu auf steilen Klippen im Süden errichtet, definitiv zu den schönsten Sehenswürdigkeiten auf Bali gehört. Atemberaubend schön sind die Sonnenaufgänge und -untergänge vor dieser einmaligen Kulisse. Doch das eigentliche Highlight des Pura Luhur Uluwatu sind die Kecak-Tänze, die hier jeden Abend aufgeführt werden. Was es damit auf sich hat und warum ihr euch auf Bali unbedingt einen dieser Tänze ansehen solltet, erfahrt ihr später noch. Auf Google Maps zeigen
  • Pura Taman Saraswati,
    Das Königreich Ubud widmet sich der Ehre der Hindu-Göttin Saraswati, der Göttin des Lernens, der Literatur und der Kunst. Dieser Tempel ist sehr schön und künstlerisch, so viele Touristen, die kommen, um ihren Charme zu sehen, aber aus Verehrungsgründen. Pura Taman Saraswati hat einen Wassergarten und einen Lotusteich im Zentrum. Dieser Tempel ist mit vielen feinen Schnitzereien verziert und im Inneren befindet sich der Padmasana-Schrein. Auf Google Maps zeigen
  • Pura Tirta Empul im Herzen von Bali, unweit der berühmten Tegalalang Reisterrassen. Leiht euch am Eingang einen Sarong, einen der typischen Wickelröcke, aus und schlendert durch die Tempelanlage, die zu einer der heiligsten auf ganz Bali zählt. Das Besondere: Hier könnt ihr – selbst als Nicht-Hinduist – im heiligen Quellwasser des Tempels baden und euch symbolisch von euren Krankheiten und Problemen reinwaschen. Dieser Akt ist den Hindus heilig, ihr habt also im Pura Tirta Empul die Chance, in die Traditionen und die Lebenswelt der Balinesen einzutauchen. Eine einmalige Erfahrung, die ihr unbedingt wahrnehmen solltet! Auf Google Maps zeigen
  • Pura Gunung Kawi Sebatu, der für mich wie eine kleine Oase der Ruhe inmitten des touristischen Balis ist. Hier könnt ihr in die mystische Tempelwelt Balis eintauchen und die Ruhe genießen, ohne dass euch ein Dutzend weiterer Touristen auf den Füßen steht. Auf Google Maps zeigen

Strände auf Bali

Balis Strände sind bekannt bei Surfern und bieten so ziemlich alles was man sich wünscht. Doch auch für Sonnenanbeter und Taucher hat Bali einiges zu bieten. Im Norden sind die Strände schwarz vom Vulkan-Gestein wohingegen sie im Süden hellbraun sind. Einige der besten Strände findest du hier:

  • Sanur Beach ist perfekt für die Wassersportliebhaber unter euch. Ob Windsurfing oder Jetski fahren, das Angebot ist riesig. Doch auch Sonnenanbeter und Familien mit kleinen Kindern werden am Sanur Beach glücklich, was den Strand zu einem Ziel für alle macht, die sich nicht entscheiden wollen. Auf Google Maps zeigen
  • Seminyak Beach gehört zu den bekanntesten Stränden Balis. Der Trendort Seminyak gehört, wie Kuta, zu den touristischsten Orten der Insel, dementsprechend viele Hotels, Bars und Restaurants erwarten euch hier. Der Strand ist weitläufig und bietet sowohl für Familien als auch für junges Partyvolk oder für Wassersportler so einiges. Definitiv empfehlenswert! Auf Google Maps zeigen
  • Lovina Beach an der Nordküste Balis. Wie im gesamten Norden ist auch der Lovina Beach ursprünglicher und bietet euch Erholung vor einer tollen Kulisse. Mit etwas Glück könnt ihr hier sogar Delfine beobachten. Auf Google Maps zeigen
  • Nusa Dua Beach im Südosten Balis kommt dem, was man als Traumstrand bezeichnen würde, schon recht nahe. Der Sand ist fein und gepflegt, das Wasser sauber und zahlreiche Bars und Restaurants versorgen euch mit allem, was ihr benötigt. Auf Google Maps zeigen
  • Jimbaran Beach Irgendwie wirkt hier alles lockerer und entspannter als an den anderen Stränden. Mit einer frischen Kokosnuss in der Hand im feinen Sand unter Palmen liegen, das ist Urlaub! Auf Google Maps zeigen

Reisfelder, Wasserfälle, Vulkane und Affen – Balis unfassbar schöne Natur

Das Bali landschaftlich mehr zu bieten hat als Strände und Tempel, zeigt sich vor allem im Landesinneren und im Norden der Insel. Als Erstes kommen euch mit Sicherheit die berühmten Reisterrassen in den Sinn.

  • Tegalalang Reisterrassen sind der Instagram-Spielplatz Balis. Sie sind wunderschön, aber auch ziemlich gut besucht. Du wirst an einigen Ecken Eintritt zahlen und an anderen Ecken wieder für ein Motiv extra zahlen müssen. Drohnen fliegen quasi im Minuten-Takt über die Terrassen und Mädels mit riesigen Hüten und schicken Kleidern werden von einem Spot zum nächsten getragen damit die Schuhe nicht schlammig werden. Überall gibt es Schaukeln und überteuerte Restaurants. Kommst du sehr früh am Morgen hier her dann hast du die Chance den Sonnenaufgang zwischen den Feldern zu bestaunen. Ein wirklich toller Anblick. Auf Google Maps zeigen
  • Munduk Reisterrasse nicht weit von einem wunderschönen Wasserfall im Nord-Westen Balis liegen diese kaum beachteten Reisfelder. Hier hast du die Möglichkeit mit einer Radtour oder zu Fuß die Felder zu erkunden. Außerdem werden hier auch Früchte wie Durian angebaut und verkauft. Auf Google Maps zeigen
  • Jatiluwih Reisterrassen, von der UNESCO aufgrund ihrer Schönheit und Größe zum Weltkulturerbe ernannt liegt diese Reisterrasse im Norden von Bali. Falls ihr bereits in Ubud seid, dann ist dieses Feld ein muss. Ihr könnt eine geführte Tour durch die Felder machen und euch ansehen, wie der Reis mit viel Liebe gepflegt und in mühevoller Kleinstarbeit geerntet wird. Auf Google Maps zeigen

Mount Batur

Falls du nun genug Reis gesehen hast, dann richte deinen Blick einmal Richtung Norden – wahrscheinlich wirst du den immer noch aktiven Vulkan Gunung Batur sehen. Bali entstand aus seinem Inneren und dies kannst du an vielen Orten auch immer noch sehen. Die Strände in seiner Nähe sind schwarz und die Landschaft drumherum ist besonders geformt.

Frühaufsteher haben auch die Möglichkeit den Krater des Batur zu besteigen und in den Schlund des Vulkans zu blicken. Der Aufstieg beginnt meist in der Nacht gegen 3 Uhr – dies bedeutet, dass du je nach Entfernung auch noch viel früher abgeholt wirst. In Ubud starten diese Touren gegen 2 Uhr nachts. Die Belohnung ist nach 2 Stunden klettern ein atemberaubender Sonnenaufgang über den Wolken Balis.

Sollte euch der Aufstieg zu anstrengend oder zu zeitig sein, dann fahrt in das kleine Dorf Penelokan im Norden und ihr habt einen tollen Blick auf die Vulkan-Landschaft. Es gibt dort mehrere Cafés und eine Aussichts-Plattform. Allerdings auch eine Menge Händler, die euch allerlei Kram andrehen wollen.

Monkey Forest

Direkt in Ubud findet ihr eine der Hauptattraktionen für viele Touristen – uns hat es nicht so gereizt, da wir schon genug Kontakt mit Affen hatten und die Makaken in diesem “Zoo” ziemlich aggressiv sein können. Wir wollen ihn aber dennoch einmal erwähnen. Der Monkey Forest ist eigentlich ein kleiner Tempel, in dem die Affen sich frei bewegen und aufhalten. Solltest du Angst vor Affen haben, dann ist dies sicherlich der falsche Ort für dich, denn hier wirst du ziemlich sicher sehr nahen Kontakt mit den kleinen Räubern haben. Sie springen auf Schultern und in Taschen, mopsen dir alles was sie interessant finden und wenn du anfängst zu Kämpfen, dann hast du schon verloren. Trage besser längere Kleidung, da die Krallen der Affen auch deiner Haut schnell Kratzer zufügen können. Reize die Affen nicht und schaue ihnen nicht zu lange in die Augen.

Essen auf Bali

Mangoshakes, Nasi Goreng oder Saté-Spieße – in ganz Indonesien und besonders auf Bali gibt es super leckere Gerichte, die ihr unbedingt probieren solltet! Es gibt viele kleine Familien-Restaurants die “Warung” genannt werden in idyllischer Umgebung.

Nasi Goreng, besteht aus gemischtem Reis mit Gemüse und wahlweise Fisch oder Fleisch. Was in Indonesien als „Restessen“ begann, hat sogar mittlerweile den Weg nach Deutschland geschafft. Ein echter Klassiker also. Bestellt euch am besten die beliebten Saté-Spieße dazu, die aus Fleisch, Fisch oder Tofu bestehen und mit einer würzig-leckeren Erdnusssoße garniert werden.

Wenn ihr frisches Seafood mögt, werdet ihr auf Bali auf jeden Fall glücklich werden, denn viele der Gerichte beinhalten Fisch, Muscheln oder Scampis, die mit Gewürzen oder Currys verfeinert werden. Die Fleischliebhaber unter euch sollten das für Bali typische Spanferkel, Babi Guling, testen oder auch gekochte Ente, Bebek Tutu.

Natürlich kommen auch die Vegetarier beim Essen auf Bali voll auf ihre kulinarischen Kosten. Neben Nasi Goreng mit Gemüse könnt ihr euch zum Beispiel für Tempe Goreng, das sind frittierte Sojabohnen, oder Gado-Gado, einem Mischmasch aus Gemüse, Sprossen und Erdnusssoße, entscheiden, oder die klassischen Gerichte mit Tofu wählen. Es gibt viele Resturants die sich auf den westlichen Geschmack eingestellt haben und eine sehr schöne Innenarchitektur bieten. Die bekanntesten sind sicherlich das Earth Café und das Clear Café in Ubud. Die Auswahl ist hier wirklich riesig!

Tradition & Handwerk Balis

Kunst und Handwerk, wie Batik-Malereien und die Holzschnitzereien, gehören seit eh und je zur Kultur der Insel, ihre Entstehung könnt ihr in Werkstätten hautnah mitverfolgen. Besonders das kulturelle Zentrum Ubud ist dafür perfekt, kaum eine Ecke an der es nicht irgendwelche Handwerkssachen oder Kunstwerke zu kaufen gibt. Selbst auf den Wegen zwischen den Reisfeldern haben wir Maler und Holzschnitzer entdeckt. Viele der Kunstwerke sehen aber ähnlich aus und haben einen ähnlichen Stil, was uns vermuten lässt das hier eher Großhändler im Spiel sind.

Abends gibt es an vielen Orten Tänze im Zusammenspiel mit der bekannten balinesischen Gamelan-Musik zu bewundern. Einige der wichtigsten Tänze sind:

Barong Tanz – es handelt sich um einen Tanz in mehreren Akten, in denen der Kampf zwischen Gut (dem Barong) und Böse (die Hexe Rangda) aufgeführt wird. Eine Tanzaufführung dauert ungefähr eine Stunde.

Kecak Tanz, – zum ersten Mal haben wir diesen Tanz im Film Baraka gesehen und in einem Technolied der 90er gehört (RMB – CHAKKA CHAKKA). Auf Bali wollten wir dann unbedingt eine dieser Tänze einmal live erleben. 100 Tänzer sind Teil der Geschichte um den Gott Rama und dem weißen Affen Hanuman. Die Gesänge sind tranceartig und am Ende wird mit dem Feuer gespielt. Der Tanz wird dich zu 100 % in seinen Bann ziehen und dir unvergessen bleiben.

Ab auf die Insel

Falls ihr genug von Bali habt und ihr eher das gechillte Leben auf einer Insel sucht empfehlen wir euch noch einen Abstecher auf die Gili Inseln oder auf Nusa Penida bzw Nusa Dua zu unternehmen. Die Fähren verkehren täglich und können fast überall gebucht werden.

Wichtiger Hinweis

Falls du vorhast einen Roller zu mieten, dann bedenke, dass du hier einen internationalen Führerschein benötigst und Linksverkehr herrscht. Die Straßen sind an einigen Stellen nicht nur voll, sondern auch sehr eng. Falls dir dies zu riskant ist kannst du auch GRAB und UBER nutzen – außer in Ubud und einigen Strandregionen, wo es eine Taxi-Mafia gegen diese Anbieter gibt. Alternativ kannst du natürlich auch einen Fahrer für ca. 50 Dollar am Tag mieten, der dich schnell und sicher an deine (manchmal eher seine) Wunschziele bringt.

Wir wünschen dir viel Spaß auf deiner Reise durch Bali

Santa und Daniel

Categories: Indonesien

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