Es gibt diverse Möglichkeiten, um von Thailand nach Luang Prabang zu kommen. 

1. Flugzeug direkt nach Luang Prabang
2. 18 Stunden per Bus von Chiang Mai oder 14 Stunden von Chiang Rai
3. 2 tägige-SlowBoat VIP-Reise – Luxus mit All-Inclusive und Tour-Stops
4. Das Public SlowBoat, womit auch die Locals fahren. (Kosten 220.000 KIP, also ca. 22-25 Euro p.P.)

Wie immer wählen wir die günstigste Version – also Nummer 4. Da wir dachten das man die Tickets für das Boot recht früh kaufen muss, um einen guten Sitzplatz zu bekommen war Daniel schon morgens am Pier und wollte reservieren. Doch dies geht erst ab 14 Uhr für den nächsten Tag. Ihm wurde dann noch versucht eine Frau zu verkaufen, was aber nicht sehr erfolgreich verlief. Später zahlte er dann 220.000 KIP pro Person, also ca. 22 Euro für die Bootstickets.

Tag 1: Mit dem Slowboat nach PakBeng

Am darauf folgenden Tag um 10:00 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Pier, da die Abreise für 11:30 Uhr geplant war. Dauern sollte die Fahrt 7 Stunden und das jeweils an 2 Tagen. Das Boot ist aus Holz und es passen ungefähr 100 Leute drauf. Als Sitze dienen ausrangierte Autositze, welche hintereinander angeordnet wurden. Je weiter hinten, desto mehr Plätze pro Reihe. Wir entschieden uns für einen Platz weiter vorne, da es hinten relativ laut ist. Jedes Boot hat ein WC aber das Toilettenpapier geht hier sehr schnell weg, also nimm lieber dein Eigenes mit.

Immer wieder stoppten wir bei kleinen Dörfern, um Ware aufs Dach des Schiffes zu laden. Eine ganze Reihe von Leuten nutzte das Boot, um mit allerlei Einkäufen wieder nach Hause zu fahren oder selbst in die Stadt zu kommen. Wir waren total fasziniert, wie gut dieses System funktioniert – denn offiziell hat das Boot ja gar keine Zwischenhalte. Und noch faszinierter waren wir davon, wie die Menschen am Mekong leben. In kleinen Hütten, direkt am Strand, mit einem Boot und sonst nicht viel.

Bei fast jedem Halt stürmen Kinder regelrecht auf das Boot zu, um kleine selbstgenähte Armbänder zu verkaufen. Auch wir kauften 2 zu je 50 Cent und haben beobachtet wie das Geld direkt zu den Eltern oberhalb des Ufers gebracht wurde. Daniel sollte später von seinem Armband einen fiesen Haut-Ausschlag am Arm bekommen. Was würdet ihr tun? Würdest du den Kindern ein Armband abkaufen, um ihnen eine Freude zu machen oder würdest du sie ignorieren? Eine australische Reisegruppe leerte ein Bier nach dem anderen und lachte über die Kinder. Gekauft haben sie nichts. Es gibt da immer einen Zwiespalt zwischen den Reisenden aber uns würde deine Meinung dazu interessieren.

Auf Hostel-Jagd in PakBeng

Nach 6 Stunden Fahrt auf dem braunen Mekong, erreichten wir gegen 18:00 Uhr das kleine Dörfchen PakBeng. Unglaublich viele Menschen waren bei der Ankunft des Slow Boats an der Anlegestelle versammelt. Viele von ihnen um den Touristen eine Unterkunft anzubieten. Doch der Großteil hatte bereits ein Zimmer gebucht. Einige Backpacker und auch wir mussten nehmen was noch übrig blieb.

Und so hat auch Daniel noch ein günstiges Hostel für 6 Euro mit Frühstück für uns bekommen. Natürlich kannst du für so einen Preis nicht viel erwarten aber für eine Nacht war es OK. Das Wasser im Waschbecken lief einem auf die Füße – unsere Tür wurde mit einem Vorhängeschloss geschlossen und man hatte das Gefühl direkt neben den anderen Bewohnern zu liegen, da die Wände aus dünnen Brettern bestanden. Wir freundeten uns mit ein paar anderen Backpackern an und tauschten Reisegeschichten und Ziele aus. Noch ein Abendessen und dann ab ins Bett denn morgen früh sollte es rechtzeitig weiter gehen.

Tag 2: Von PakBeng nach Luang Prabang

Wir werden alle pünktlich wach und bekommen unseren Proviant überreicht, bevor es dann auf der Ladefläche eines Pickups runter zum Boot geht. Diesmal waren für die Strecke insgesamt 7 1/2 Stunden eingeplant. Wir kauften uns noch ein paar Snacks etwas Brot, dazu noch ein bisschen Obst und Wasser und waren wieder bereit für ein neues Abenteuer. Diesmal ging es auf einem anderen Boot weiter. Am Anfang des Bootes gab es Holzbänke mit Tischen und einem Sitzkissen und erst im hinteren Teil die ausrangierten Autositze. Wir waren wieder ziemlich früh da und hatten wieder freie Platzwahl.

Den langen Weg haben wir uns mit Hörbüchern und schöner Musik versüßt. Mit dem Wind im Gesicht schauten wir stundenlang auf das Wasser und die vorbeiziehende Landschaft. Laos ist so wunderbar grün! Immer wieder fuhren wir an Herden von Wasserbüffeln vorbei, die im Mekong ein Bad nahmen, und an Fischern, die ihre Netze einholten und nachguckten, wie erfolgreich sie heute gewesen sind. Und auch an diesem zweiten Tag hielten wir immer wieder an, um Einheimische an ihrem Heimatort abzusetzen oder einzusammeln – wir beobachteten auch, wie das halbe Dorf einem jungen Mann zuwinkte, um ihn zu verabschieden. Er war wohl auf den Weg in die Stadt um dort sein Glück zu finden.

Während der Fahrt gehen wir immer wieder mal ganz nach Hinten, um uns die Beine zu vertreten. Vorbei am offen liegenden Motor, der einen ohrenbetäubenden Lärm macht, geht es in den Wohnbereich der Bootsfamilie. Am Ende des Bootes ist eine kleine Küche und eine Art Wohnraum eingerichtet. Hier werden Kinder großgezogen, es wird gekocht, Wäsche gewaschen und getrocknet. Das ganze Leben spielt sich hier auf engstem Raum ab. Die Frau der Familie hatte mehrere Jobs gleichzeitig, sie musste die Touristen mit Bier versorgen, auf die Kinder aufpassen, dem Mann das Essen kochen und ab und zu auch mal ans Steuer des Bootes. Immer wieder ist uns aufgefallen wie stark die laotischen Frauen sind und wie sehr sie für ihre Familien arbeiten.

Ankunft in Luang Prabang

Wir kommen gegen 16:30 Uhr in Luang Prabang an. Die Sonne geht langsam unter und es bietet sich ein interessantes Bild aus Menschen mit Rucksäcken, Booten, deren Besitzern und ihren Familien. Der Pier sieht sehr unscheinbar aus. Die Anlegestelle liegt 10 km außerhalb der Stadt und wir müssen mal wieder mit einem TukTuk fahren. Es gibt ein Häuschen, an dem man ein offizielles Ticket für die TukTuks kaufen muss. Das Ticket kostet 20.000 KIP pro Person. Dafür werden wir direkt im Zentrum von Luang Prabang abgesetzt. Unser Hotel liegt etwas weiter davon entfernt aber den Rest können wir locker laufen. Was wir von Luang Prabang halten könnt ihr hier nachlesen.

Fazit

Die Fahrt mit dem Slowboat durch Laos ist ein kleines Abenteuer. Es gibt nicht viel zu tun in dieser Zeit außer die Landschaft und die Reise an sich zu genießen. Wunderschöne Momente die man wie ein Schwamm in sich aufsaugt. Wir würden diese Tour immer wieder gern machen und können sie wärmstens empfehlen.

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Wir wünschen euch viel Spaß bei diesem Trip

Santa und Daniel

Categories: Laos

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