Die Schweiz gehört grundsätzlich zu einem der beliebtesten Reiseziele Europas. Beeindruckende Berglandschaften, klare Seen und gut ausgebaute Straßen machen das Land zunächst auch überaus interessant für Autofahrer. Trotzdem sollte man sich im Voraus über ein paar Besonderheiten informieren. Wenn man sich gut vorbereitet, spart man letztlich eine Menge Zeit, vermeidet unnötigen Stress während der Reise und kann die Fahrt entspannter angehen.
Eine gute Routenplanung
Vor allem heutzutage verlassen sich viele beinahe vollständig auf ihre Navigation. Trotzdem ist es wichtig, die Strecke auch schon vor der Abfahrt genauer anzuschauen. Vor allem in den Alpen können Passstraßen saisonbedingt gesperrt sein. Hinzu kommen längere Wartezeiten auf beliebten Reiserouten während der Ferien. Wenn man alternative Strecken kennt, bleibt man um einiges flexibler und kann bei Bedarf ausweichen. Vor allem bei etwas längeren Fahrten durch die Bergregionen zahlt sich eine gute Vorbereitung aus.
Eine Vignette organisieren
Für die Nutzung der Schweizer Autobahnen wird zunächst immer eine gültige Vignette benötigt. Viele kümmern sich erst kurz vor der Grenze darum. Deutlich einfacher ist es aber, die digitale Vignette für die Schweiz schon vor Reisebeginn zu organisieren. Durch sie entfällt die klassische Vignette zum Kleben und die Einreise kann ganz bequem und ohne zusätzlichen Halt erfolgen. Gerade auf längeren Strecken sorgt das für einen durch und durch entspannten Start in den Urlaub.
Schöne Strecken abseits der Autobahn aussuchen
Wenn man nur auf den schnellsten Weg achtet, kann es sein, dass man viele der schönsten Regionen des Landes verpasst. Die Schweiz bietet zunächst einige Landstraßen mit beeindruckenden Ausblicken auf Berge, Seen und Täler. Ganz besonders reizvoll sind Touren rund um den Vierwaldstättersee oder durch das Berner Oberland. Hier wird die Autofahrt schnell zu einem Teil des Urlaubserlebnisses. Oft werden auch ganz bewusst kleinere Umwege eingeplant, um die Landschaft in Ruhe und ohne Stress genießen zu können und wirken zu lassen.
Die Zeit in den Bergen richtig kalkulieren
Fahrzeiten in alpinen Regionen werden grundsätzlich oft unterschätzt. Kurvenreiche Straßen, Tunnel und wechselnde Wetterbedingungen sorgen dafür, dass man langsamer vorankommt als auf deutschen Autobahnen. Deshalb sollte der Zeitplan nicht zu knapp gestaltet werden. Eine entspannte Fahrweise erhöht die Sicherheit und macht die Reise deutlich angenehmer. Vor allem bei längeren Bergstrecken ist Gelassenheit ein wichtiger Aspekt.
An Wetterlage und Ausrüstung denken
Das Wetter kann sich in den Alpen innerhalb kurzer Zeit verändern. Sonnenschein am Morgen bedeutet nicht gleich, dass die Bedingungen den ganzen Tag über gleich bleiben. Vor allem in höheren Lagen können Regen oder Temperaturunterschiede auch sehr plötzlich auftreten. Vor der Abreise sollte man daher einen kurzen Fahrzeugcheck durchführen. Folgende Dinge sollten auf längeren Fahrten außerdem nicht fehlen:
- eine oder am besten mehrere Warnwesten
- ein neuer Verbandskasten
- ausreichend Wasser
- ein Ladekabel für das Smartphone
- aktuelle Navigationsdaten auf dem jeweiligen Gerät
Genug Pausen einplanen
Wenn man mit dem Auto reist, konzentriert man sich oft darauf, möglichst schnell anzukommen. Dabei entstehen die schönsten Erinnerungen meist unterwegs. Ein Spaziergang am See, ein Besuch in einer historischen Altstadt oder eine Übernachtung in einer Bergregion machen die Reise um einiges abwechslungsreicher und entzerren zudem etwas. Beliebte Zwischenstopps sind in diesem Zusammenhang vor allem:
- Luzern
- Interlaken
- Thun
- Montreux
- Locarno
Wenn man einen Stopp in einer größeren Stadt plant, kann man sich vorab auch über lokale Food-Spots, wie beispielsweise in Zürich, informieren und die Pause nutzen, um auch etwas von der kulinarischen Seite der Schweiz kennenzulernen. Ein paar Stunden reichen oft schon aus, um einen ganz neuen Eindruck vom Land zu gewinnen.
Die Schweiz bietet Autofahrern also weit mehr als spektakuläre Alpenpanoramen. Oft sind es nicht nur die Ziele, die in Erinnerung bleiben, sondern vor allen Dingen die Erlebnisse entlang des Weges, die man sammelt.

