Eine Weltreise als Backpacker ist toll und das Beste was es gibt. Zumindest versuchen wir und andere dir das hier immer wieder zu erzählen und zu zeigen. Die Wahrheit ist allerdings, das du besser zu Hause bleiben und auf keinen Fall solch eine Reise machen solltest. Warum? Das erklären wir dir mit den folgenden Zeilen:

Insekten – überall Insekten

Es grabbelt in der Hose und im Essen – es brummt nachts und nicht selten sticht jemand ohne Vorwarnung zu. Die Rede ist natürlich von den kleinen Plage-Geistern die du zwangsläufig als Reise-Partner treffen wirst. In einigen Unterkünften hast du Bettwanzen, Ameisen und Spinnen in jeder Ecke. Uns selbst ist es passiert, dass wir Ameisen im Laptop hatten – und sich diese dort sogar angesiedelt hatten. Wir hatten schon Ameisen im Bett im Essen und in Shakes – alles nichts Unnormales. Bettwanzen hatten wir bisher noch nie, aber auch das scheint relativ häufig vorzukommen. Mücken triffst du auf jeden Fall – und diese sind größer, als du sie von zu Hause kennst. Vielleicht hilft dir ja das hier > klick mich hart.

Das Essen ist ungenießbar

Es gibt nur eine Geschmacksrichtung in Asien und diese nennt sich SPICY – so scharf, dass dir die Tränen kommen werden – deine Geschmacksnerven werden völlig taub sein am Ende deiner Reise. Keiner hier kennt Klöße und Rotkohl – Schnitzel mit Pommes oder Pizza werden nur selten angeboten – vor allem an den völlig verdreckten Streetfood-Ständen suchst du danach vergeblich, denn dort gibt es nur überzuckerte Pfannkuchen mit Banane und Schokolade oder Reis mit scharfer Soße. Wer deutsches Brot liebt, hat völlig verloren.

Der Verkehr ist mörderisch

Ohne internationalen Führerschein brauchst du gar nicht erst herkommen – denn ohne Roller oder Auto wirst du auf den lokalen Transport angewiesen sein. Aber wer will schon mit Locals die Hühner, Schweine und Ziegen mit in den Bus nehmen gemeinsam ans Ziel kommen. Und selbst wenn du einen Roller fährst, wirst du früher oder später einen Unfall haben und, wie viele andere auch, mit Verband und Krücken durch die Straßen humpeln – das wäre dir zu Hause sicher nicht passiert.

Ein Loch im Boden

Kein Toilettenpapier und ein Loch im Boden sind dein Klo – hier musst du erst einmal eine Minute überlegen, bevor du aufs Klo gehen kannst. Wenn du groß musst, überlegst du dir eine weitere Minute, wie du ohne Klopapier klar kommen kannst – und entdeckst dann diesen Schlauch – eine weitere Minute vergeht, bis du auf die Lösung kommst. Und nicht selten wirst du dabei wieder von Insekten beobachtet, die sich diese Show nur all zu gerne anschauen.

Wenn du duschst, dann alles

In vielen Unterkünften Asiens liegen Wohl und Übel so eng beieinander, dass sie sich gegenseitig beeinflussen. Wenn du dich unter die Dusche stellst, dann hast du danach definitiv das ganze Bad gleich mit geduscht. Klo nass, Waschbecken nass, Seife, Zahnbürste und was du sonst noch herumliegen hast – nass. Einfach alles wird jedes Mal komplett eingenässt und kurz bevor es trocken ist, musst du wieder duschen – das Perpetuum-Mobile des Schwachsinns.

Auspacken, einpacken, umziehen

Du kommst in deiner Unterkunft an, packst alles aus, bleibst eine Nacht und musst am nächsten Tag alles wieder einpacken und weiter fahren. Das klingt vielleicht erstmal nicht so schlimm – stört dich aber sicher nach dem zehnten Mal. Du wirst dir irgendwann wünschen weniger Gepäck dabei zu haben oder einfach mal wieder länger an einem Ort bleiben zu können. Wärst du zu Hause geblieben, dann hättest du einen Kleiderschrank und könntest dir diesen Quatsch sparen, aber du wolltest ja die Welt sehen – bitteschön.

Wo schlafe ich morgen?

Ständig hast du diesen Druck eine neue Unterkunft finden zu müssen, ob nun im Internet oder auf der Straße – dabei musst du oft das kleiner der Übel zwischen all den Katastrophen finden, die es so gibt. Zu teuer, zu weit weg vom Schuss, zu laut, zu viele Touristen, harte Betten, kein Pool, stinkender Pool und was es sonst noch so gibt werden dich eine Weile beschäftigen, bis du entweder deine Ansprüche runterschraubst oder dein Budget nach oben. Zu Hause ist das einfacher, da du ja Miete zahlst oder den Kredit für dein Haus, weißt du zumindest wo du morgen früh aufstehen kannst, um zur Arbeit zu fahren.

My english is not ze yellow from ze egg

Wenn du kein oder nur sehr schlechtes englisch sprichst, dann hast du schon verloren – Punkt aus Ende – bleib zu Hause. Du könntest natürlich anfangen zu üben oder einen Volkshochschulkurs belegen – aber mal im Ernst – wann denn das noch – etwa nach der Arbeit? Schurli not. Bleib daheim und alle verstehen dich – besonders, weil sie die gleichen Probleme wie du haben – Arbeit, Scheißwetter, zu wenig Geld und Fußball.

Du bist reich und alle wissen es

Ob Tour-Anbieter, Taxifahrer, Straßenhändler oder Restaurant-Besitzer, alle wissen du hast Geld und bist nur zu geizig es auszugeben. Du wirst von allen bequatscht und zahlst zumindest mal 100 % mehr als jeder Einheimische – eine Frechheit. In Thailand kostet eine Busfahrt 2 Euro – die Einheimischen zahlen aber nur 1 Euro – wie kann das sein, fragst du dich und bist zu Recht empört – bleib zu Hause und zahl einfach den regulären Preis für deine Busfahrten.

Und wenn ein T-Shirt für 4 Euro angeboten wird, dann solltest du zumindest mal versuchen es auf 2 Euro runter zu handeln – vielleicht fühlst du dich dann besser und kannst die 2 gesparten Euro in ein leckeres Bier investieren. Oder aber du bleibst einfach zu Hause und zahlst die normalen 20 Euro für dein Shirt … ohne Bier.

Das Internet ist oft beschissen

Ganz anders als in Deutschland gibt es z. B. in Laos nicht einmal richtiges DSL – manchmal gibt es auch gar keinen Strom – um Himmels Willen – wie zur Hölle sollst du bitte deine Instagram-Follower bei Laune halten oder deine Lieblings-Streams bei Nettflix schauen? Lokale SIM-Karten kosten ein Vermögen und auch dann hast du manchmal kein Netz. Freies WLAN ist ein scheues Reh und wenn es mal erscheint, ist es so schwach, dass du nicht einmal eine E-Mail damit verschicken kannst. Bleib bloß zu Hause und genieße das schnelle digitale Glasfasernetz.

Du siehst also, solch eine Reise bringt viel mehr Ärger mit sich als du vielleicht bislang angenommen hast. Sicherer und angenehmer ist es sicherlich zu Hause in deiner gewohnten Umgebung – dort kennst du alles, hast eigentlich nichts zu befürchten und alles geht seinen geregelten Gang. Das Gehalt kommt pünktlich und genauso pünktlich bist du auch auf Arbeit. Du weißt, wo du am Wochenende hingehen kannst und das in der Currywurst alles drin ist, was du magst, bloß eben kein Curry.

Also lieber doch nich?

Wenn dir dein Alltag wichtig und lieb ist, dann bleib zu Hause. Wenn dich dieser Alltag aber irgendwie einengt oder du das Gefühl hast etwas zu verpassen und wenn dich die aufgezählten Dinge nicht stören, dann wünschen wir dir eine gute Reise und die geilste Zeit deines Lebens – denn im Grunde wirst du dich mit allem arrangieren und die Eindrücke und Orte werden alles negative ganz schnell vergessen lassen. In diesem Sinne – lets do this. Wenn du nun noch Hilfe beim Packen brauchst, dann schau doch mal in unsere Packliste für Frauen hinein – oder was wir so an Technik dabei haben.

Fallen dir noch mehr schlimme Situationen auf Reisen ein, dann schreib uns doch gern in die Kommentare was du erlebt hast.

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2 Comments

10 Gründe warum du besser zu Hause bleibst - der Anti Weltreise Beitrag

  1. Ein herrlicher Artikel! Erinnert mich daran, dass wir bei unseren letzten Asien-Reisen immer darüber gewitzelt haben, warum wir eigentlich immer wieder versuchen unsere Füße sauber zu bekommen. Kurz drauf waren sie doch wieder schwarz 😉
    LG, Dani

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