Wir möchten dir mit diesem Artikel eine kurze Einführung in die Stadt bieten um dir das wichtigste in 5 Minuten zu erklären. Wir hoffen du findest Kuala Lumpur genau so toll wie wir und würden uns über einen Kommentar zu deinen Erfahrungen und Erlebnissen sehr freuen. Los geht´s:

Willkommen in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur.

Du landest also in KL und musst zunächst erst einmal deinen Pass bei der Immigration vorzeigen – ein Visum on Arrival bekommst du hier übrigens kostenlos für 90 Tage Aufenthalt – unglaublich aber wahr. Du wirst dabei deine Fingerabdrücke auf einem Sensor einscannen lassen müssen – halb so wild. Aber wir geht es dann weiter?

Vom Flughafen zum Hauptbahnhof (SENTRAL STATION)

  • mit dem Klia Express (30 Minuten)
  • mit dem Bus (120 Minuten)
  • mit dem Taxi/Uber/Grab (45-60 Minuten)

Wir haben den Klia Express gewählt, weil dies der schnellste Weg in die Stadt ist, es dauert nur 30 Minuten, kostet allerdings 55 Ringit (12 Euro) pro Person. Der Flughafen befindet sich ca. 50 Kilometer außerhalb der Stadt. Wir hätten auch ein Taxi genommen, aber das lohnt sich erst ab 3 Personen – allein oder zu zweit zahlt man mehr bzw. das Gleiche. Grab und Uber konnten wir noch nicht nutzen, da wir keine lokale SIM-Karte hatten.

Unsere Unterkünfte

Du willst eine Unterkunft im Zentrum von Kuala Lumpur – mit Pool auf der Dachterasse und das am Besten für unter 30 Euro? Wo gibt´s denn sowas?

Sowas gibt es wirklich und ist gar nicht mal so schwer zu finden wie du vielleicht denkst. Genau das lieben wir an Kuala Lumpur so sehr – hier kannst du eine Wohnung oder ein Hotel mit Pool und allem Komfort buchen, selbst wenn du nicht Rockefeller heißt.

Wir wollten Silvester unbedingt in Kuala Lumpur verbringen und dabei das Feuerwerk mit einem tollen Ausblick verbringen. Dafür muss man schon etwas rechtzeitiger buchen damit das was wird, ist aber machbar. Gerade zum neuen Jahr hin steigen die Preise etwas an und viele Unterkünfte sind dann auch schon ausgebucht.

Wir hatten eine tolle Erfahrung mit AirBNB in einer tollen Wohnung eines Deutschen der hier in Kuala Lumpur lebt und wirklich eine sehr geile Wohnung hat. Pool im 37. Stock und ein Wahnsinns-Blick in die Stadt – leider war das Feuerwerk dann doch etwas kleiner als erwartet, so das wir nicht soviel positives davon berichten können. Der Aufenthalt dort war aber dennoch einmalig gut.

Unsere Hotel und AirBNB-Tipps unter 30 Euro Pro Nacht:

Falls du noch nicht bei airbnb angemeldet bist, kannst du dir jetzt 30 Euro Startguthaben holen und damit die erste Nacht gratis buchen! Einfach hier klicken und anmelden!

Unsere Top-Schlemmer-Locations:

Die Auswahl an leckerem Essen in Kuala Lumpur ist riesig – die verschiedenen kulturellen Einflüsse machen sich auch auf der Speisekarte bemerkbar. So wirst du chinesische, thailändische, indische und europäische Gerichte in der malaysischen Küche finden. Du solltest von allem etwas probieren und dich langsam an die Schärfe rantasten. Der Vorteil: hier sprechen alle englisch und du kannst bei jeder Bestellung sagen, dass du dein Essen nicht in “Hilfe-mir-brennt-der-Hals” sondern in “Scharf-aber-genießbar” haben möchtest.

Streetfood – gibt es an so ziemlich jeder Ecke. Trau dich. Besonders lecker waren für uns die indischen Variante davon. Hier kannst du auch als Vegetarier glücklich werden und für unter 4 Euro inklusive Getränke für 2 Personen richtig zulangen.

ChinaTown – ist bei Backpackern nicht nur für günstige Unterkünfte bekannt, sondern auch für leckere chinesische Gerichte die dir nicht das Budget zerstören. Im Grunde gibt es überall die gleichen Gerichte – du solltest aber darauf achten, das du etwas ohne zuviel Öl bestellst, da die Chinesen hiervon gern und oft zu viel davon nutzen.

Jalan Alor – ist eine der berühmten Straßen, in denen du von Thai bis Malay alles finden kannst. Die Auswahl ist wirklich unüberschaubar. Seafood, Burger, Eis, Pizza, TomYam, Dumplings, Roti, Naan, und den ganzen Blumenstrauß der asiatischen Küche findest du exakt hier. Es ist zwar etwas teurer, da eher für Touristen angelegt – dafür hast du alle paar Meter ein neues kulinarisches Highlight zum probieren ohne weit laufen zu müssen. Hier fanden wir auch endlich wieder leckere Süßkartoffel-Pommes.

Food-Corner in den Shopping-Malls – sind ein Garant für günstiges aber auch genießbares Essen. Hier essen auch die Locals zu Mittag und das würden sie nicht, wenn es nicht gut wäre. Probier es aus und du wirst es lieben. Meistens befinden sich diese in der obersten oder untersten Etage der Shopping-Malls.

7 kostenlose Sehenswürdigkeiten in Kuala Lumpur

Vor unserer Reise hatten wir uns eigentlich gar nicht über das Land oder die Stadt informiert – wir wollten uns dieses Mal einfach überraschen lassen ohne voreingenommen oder überinformiert zu sein. Und so kam es dann auch – die Stadt hat uns total gut gefallen – die verschiedenen Kulturen, das Essen, die moderne Infrastruktur, die Menschen und die Sauberkeit waren für uns total überraschend. Außerdem kann man hier einiges sehen und es wird eigentlich nie langweilig – hier unsere Tipps für kostenlose Sehenswürdigkeiten:

Petronas Towers – Klar, wer kennt es nicht, das Wahrzeichen von Kuala Lumpur. Du kannst sie von jeder Ecke der Stadt aus sehen. Die Türme kannst du dir kostenlos von unten anschauen, eigentlich kannst du sie nicht verfehlen. Am besten gehst du abends in einen Park oder unter die Türme und genießt die Lichtshow am Fuß der Türme.

Du kannst auch hinauf fahren und dir die Stadt von oben anschauen, musst dafür aber recht früh aufstehen und etwas tiefer in deine Reisekasse greifen. Es werden täglich nur 1.500 Tickets zu je 15 Euro für die Türme verkauft – das sollte man also wirklich wollen – und wenn man es noch doller will, kann man auch ein VIP Ticket für 30 Euro erwerben. Wir haben lieber eine schöne Unterkunft mit Blick auf die Türme gebucht – denn sind wir mal ehrlich – von oben sieht die Stadt ohne Türme aus wie jede andere Großstadt auch.

Tempel Tempel Tempel – Unser Tipp, wenn du einen sehr schönen Chinesischen Tempel anschauen möchtest, dann fahre zum Thean Hou Temple. Dieser liegt ein bisschen außerhalb der Stadt, aber mit dem Uber oder Grab-Taxi solltest du nicht mehr als 20 Ringit (ca. 4 Euro) pro Strecke bezahlen. Wir sind vom Hauptbahnhof zu Fuß gelaufen und zurück gefahren. Falls du nicht genug Zeit hast, findest du mehrere kleine Tempel in der Nähe von ChinaTown.

Mitten in Chinatown befindet sich der berühmte Sri Maha Mariammam Hindu Tempel. Dort musst du deine Schuhe gegen eine Spende abgeben und beachte bitte das du deine Beine und Schultern bedecken musst. Keine Sorge, hast du nichts passendes an, gibt es einen Rock vor Ort (toll, wie sich das reimt) für dich. In den Tempeln finden auch Zeremonien statt, und wenn du viel Glück hast, auch gerade dann wenn du da bist.

China Town – Temple an jeder Ecke und das von verschiedenen Religionen – Straßenhändler für alles Mögliche und Unmögliche. Willkommen in Chinatown, dem heimlichen Herzen der Stadt. Hier pulsiert das Leben und die Sinne explodieren förmlich bei einem Spaziergang durch diese Straßen. Mit gutem Verhandlungsgeschick bekommst du auch noch den ein oder anderen Artikel günstiger als er ohnehin schon ist. Probieren solltest du auf jeden Fall die verschiedenen Gerichte hier und schau dir auf jeden Fall auch die unterschiedlichen Tempel an.

Littel India – Nicht weit weg von China entfernt liegt Indien, zumindest hier in Kuala Lumpur. Littel India ist ein Viertel mit leckerem Indischen Essen und allerlei Klamotten-Geschäften. Die Musik aus den Läden und die Gerüche der verschiedenen Gewürze lassen dich sofort an Indien denken. Natürlich wirst du auch her wieder viele Tempel sehen und besuchen können. Vor allem abends wirst du hier tolle Zeremonien und Rituale besuchen können.

Unsere erste Moschee – Bisher hatten wir noch nicht die Zeit oder den Mut in eine Moschee zu gehen. Doch die Neugierte war schon sehr groß, was sich wohl hinter den imposanten Bauwerken verbirgt. Wir haben viele Gerüchte gehört und wollten einfach mal wissen wie es wirklich ist dort hinein zu gehen. Unsere Wahl fiel auf die Masjid Wilayah und was sollen wir sagen, wir waren mehr als positiv überrascht.

Nirgends wurden wir vorher mit so offenen Armen begrüßt und aufgenommen wie hier. Man bot uns Wasser an, eine kostenlose Tour mit eigenem Guide und all unsere Fragen wurden geduldig beantwortet. Insgesamt verbrachten wir hier vier Stunden in denen wir herumgeführt wurden. Niemand wollte uns konvertieren oder sonst irgendwie beeinflussen. Die Moschee ist also auf jeden Fall einen Besuch wert, und lohnt sich total. Frauen bekommen vor dem Besuch übrigens kostenlos ein Kopftuch und lange Kleidung ausgeliehen.

Eco Forest Park – Falls du einen grünen Ort im Herzen der Stadt suchst dann ist der Eco Park perfekt für dich. Hier gibt es Hängebrücken, die dich in und über die Baumkronen führen. Wir haben es geliebt hier etwas abzuschalten und die Ruhe zu genießen die dieser Park bietet. Am Eingang gibt es auch eine halbwegs interessante Ausstellung, die du aber auch weg lassen kannst. In der Mitte des Parks befindet sich der weit hin sichtbare Fernsehturm, den du auch besichtigen kannst (allerdings kostet dieser Besuch 12 Euro) und das bekannte Schild “i love KL Tower” steht quasi direkt davor.

Batu Caves – Na klar, wer kennt die Batu Caves nicht. Bei jeder Google-Suche nach Kuala Lumpur findest du die Bilder der Batu Caves gleich nach den Petronas Towers. Und das kommt nicht von ungefähr. Natürlich handelt es sich hierbei um eine der Haupt-Touri-Attraktionen der Stadt – aber auch du solltest dir diese Höhlen nicht entgehen lassen, da sie einfach eine unglaubliche Erfahrung für dich bedeuten wird.

Batu Caves ist eine eigene Haltestelle der Metro – also vom Zentrum aus sehr leicht erreichbar. Du wirst weniger als zwei Euro für diese Strecke zahlen und die Fahrt in einem modernen Zug der Marke “tiefgekühlt und schockgefroren” genießen. Vorbei an den Händlern vor der Höhle, gelangst du dann zum eigentlichen Haupteingang – einer langen Treppe in den Berg hinauf.

272 Stufen klingen eigentlich nicht viel oder? Bei 38 Grad werden diese aber echt schweißtreibend und zu einem echten Workout. Auf dem Weg nach oben wirst du auch Bekanntschaft mit unzähligen kleinen und großen Affen machen. Diese haben sich angewöhnt Menschen zu erschrecken, damit diese ihre Taschen und damit ihren Inhalt fallen lassen. Hat zumindest bei einer Frau gut funktioniert die vor Panik weg gerannt ist und ihre Tagesration Kekse und Bananen zurück lassen musste.

Nimm dir auf jeden Fall einen halben Tag Zeit für die Höhlen. Du wirst hier alle paar Minuten etwas neues sehen und erleben können. Als wir dort waren, kam auf einmal ein indischer Gläubiger aus der Ecke und warf den Affen allerlei Früchte entgegen – auf die diese sich natürlich sofort drauf stürzten. Ein irrer Spektakel. Aus allen Ecken des Tempels und von der Spitze der Höhle erschienen Affen – jeder wollte das Beste für sich haben und es wurden immer mehr.

Wir konnten außerdem dabei zusehen, wie der Tempel weiter wächst und wie Mitarbeiter dort einige der Figuren gestalteten, formten und bemalten. Wenn du viel Glück hast, dann findet auch eine der zahlreichen Zeremonien statt. Wir wünschen es dir.

Transportmöglichkeiten

In Kuala Lumpur findest du eine perfekte Infrastruktur wieder, die keine Wünsche offen lässt – es gibt sogar eine Magnetschwebebahn und kostenlose Busse. Selbst wenn du bezahlen musst, dann ist es hier sehr günstig von A nach B zu kommen. Die bekanntesten Wege sind folgende:

Taxi – perfekt um in der Innenstadt zu fahren. Einige Fahrer kommen aber nicht direkt aus Kuala Lumpur, fahren noch nicht sehr lange Taxi oder sprechen sehr schlecht englisch, du solltest also in der Lage sein dein Ziel selbst mittels GPS zu finden und dem Fahrer sagen zu können wo es lang geht. Einige nehmen auch gern mal einen Umweg um etwas höher abrechnen zu können, was aber wirklich sehr selten ist.

Uber – Besser als Taxis, günstig, und vor allem musst du dir um nichts Sorgen machen, der Fahrer weiß wo er hin muss, auch wenn er kein Wort mit dir sprechen würde – dennoch geben dir die meisten Fahrer tolle Tipps und unterhalten sich gern mit dir über deutschen Fußball. Manchmal dauert es aber 10 Minuten, bis man abgeholt wird.

Grab – haben wir leider viel zu spät ausprobiert. Es ist nochmals günstiger als UBER und etwas schneller noch dazu. Maximal 5 Minuten bis du einen Fahrer vor deiner Tür hast – einmal war es 1 Sekunde, da der Fahrer direkt neben uns stand als wir bestellt haben. Die Autos sind immer extrem gepflegt und die Fahrer sehr freundliche Typen die immer eine tolle Geschichte zu erzählen können. Eine lokale SIM-Karte solltest du aber schon besitzen damit das Ganze Spaß macht. Außerdem gibt es öfter mal PROMO-Codes – sprich dazu mal die Fahrer an – diese zeigen dir gern wie du ein paar Euro pro Fahrt sparen kannst. Die App gibt es für APPLE und ANDROID und ist wirklich toll.

Free Bus – wir es nicht persönlich ausprobiert, aber du kannst hier in der Stadt wirklich umsonst Bus fahren. Nachteil – jeder kennt diese Möglichkeit und der Bus ist meistens voll. Willst du es ausprobieren? Dann findest du hier die offizielle Seite der GOKL Buscompany mit Linien und weiteren Infos. Wir finden – eine tolle Initiative der Stadt und auf jeden Fall zur Nachahmung empfohlen.

Metro/Zug– ist natürlich günstiger als Taxi, Uber und Grab aber manchmal braucht es eine Ewigkeit bis ein Zug kommt. Wir haben es bei der Fahrt zu den Batu Caves ausprobiert. Es waren nur 4 Stationen von unserem Hotel bis zur Höhle. Bezahlt haben wir zusammen 4 Ringit (0,80 Euro pro Richtung) Endgültig haben wir aber fast eine Stunde auf den Zug gewartet und knapp eine halbe Stunde dauerte die Fahrt.

Metros an sich haben wir daher weniger probiert, da GRAB und UBER es uns hier sehr günstig gemacht haben durch die Stadt zu kommen ohne viel Zeit zu verlieren.

Fazit

Wir waren von der Stadt überrascht und haben sie schnell in unser Herz geschlossen. Wir kommen sicher wieder und werden Sie immer wieder als Alternative zu Bangkok in Betracht ziehen wenn es um Flüge in Asien geht. Von hier kommt man nämlich ähnlich günstig durch den Kontinent wie in BKK. Die Stadt ist modern, sauber, offen und multikulturell mit sehr herzlichen und gut englisch sprechenden Menschen. Zu keiner Zeit fühl man sich unwohl oder gefährdet. Selbst für umgerechnet 10 Cent Trinkgeld laufen einem die Leute noch hinterher weil sie es einem zurück geben wollen.

Achtung

Du solltest daran denken, dass hier in Malaysia andere Steckdosen als in Deutschland zum Einsatz kommen, und du gegebenenfalls einen Adapter mitnehmen musst. Wir können dir diesen hier empfehlen:

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