Nach unserem Aufenthalt in den Cameron Highlands haben wir uns dazu entschieden nach Penang zu fahren. Dies geht am schnellsten mit einem der Minivans die für ca. 40 Ringgit pro Person – 3 Stunden auf der Autobahn in Richtung Norden und schon ist man auf der Insel Penang. Die meisten Touristen werden wohl direkt nach Georgetown wollen um dort die berühmten Graffitis in den Straßen der Stadt zu suchen.

Auch wir wollten uns natürlich dieser Jagd anschließen und haben daher ein Zimmer direkt in Georgetown gebucht. das Chulia Heritage Hotel war dabei eine sehr gute Wahl , da es sehr zentral lag, wir somit alles schnell erreichen und auch abends sehr leicht essen gehen konnten. In der Nähe gab es immer Nachtmärkte oder kleinere Restaurants, die alle ihren eigenen Charme hatten. Später zogen wir dann noch in eine AirBNB-Wohnung und lebten etwas abseits vom Zentrum um noch andere Stadtteile zu erkunden.

Pokémon Go ohne Handy

Ehrlich gesagt wirst du die meisten Kunstwerke ohne Handy nicht wirklich finden können, auch wenn überall in der Stadt kostenlose Karten ausliegen die deren Position zeigen sollen. Die meisten Touristen werden wohl mit maps.me oder anderen Karten-Apps navigieren um die einzelnen Punkte anzusteuern und um bloß kein Bild zu verpassen.

Und so sieht man hunderte von Touristen die hilflose auf ihre Handys starren und wie Ausserirdische durch die Straßen wanken. Die Kinder auf dem Fahrrad oder auf der Schaukel, der Junge auf dem Motorrad oder auf dem Stuhl jedes dieser Motive muss selbst noch einmal fotografiert werden und am besten mit einer albernen Pose daneben nachgestellt werden. Und so kommt es nicht selten vor, dass man vor einem Motiv anstehen muss um sein eigenes Foto schießen zu dürfen.

Falls du also selbst auch auf die Jagd der gemalten Pokémons gehen möchtest solltest du dir mindestens einen Tag dafür Zeit nehmen um wirklich jedes zu finden und zu fotografieren. Spaß macht die ganze Sache aber trotzdem, führt sie dich doch auch zu anderen interessanten Punkten in der Stadt. Eine clevere Idee die Stadt bekannter und zugleich leicht erkundbar zu machen. Angefangen hat damit übrigens der tscheschiche Künstler Ernest Zacharev. Die Blog-Kollegen von www.my-road.de haben sich übrigens die Mühe gemacht die meisten Street-Art-Kunstwerke zu dokumentieren und auf einer Karte für dich zusammen zu tragen.

Der Strand von Penang – Batu Ferringhi

Falls du genug Zeit hast oder dich etwas abkühlen willst, dann ist ein Besuch in Batu Ferringhi genau das Richtige für dich. Dieser Strand ist sauber relativ leer und bietet eine Menge Platz zur Erholung. Mit dem Bus 101 oder dem Grab Taxi wirst du direkt an den Strand gebracht. Am Wochenende solltest du diesen Ort aber nicht unbedingt als dein erstes Ziel aufsuchen da es hier dann doch recht voll werden kann und viele Einheimische sich hier treffen und erholen wollen. Außerdem kannst du vom Strand aus kleinere Touren unternehmen z.B. zum berühmten Monkey- oderTurtle-Beach.

Eine Tour zum Turtle Beach

Wir sind mit dem Taxi bis in den Norden der Insel zu einem Nationalpark gefahren um von dort aus durch den Dschungel und zum Turtle Beach zu laufen.

Am Eingang des Parks muss man sich registrieren und kann ein Boot buchen welches einen am Turtle Beach abholt und dann wiederum am Monkey Beach stoppt. Da ein Boot ungefähr 100.000 Ringit (21 Euro) kostet, suchten wir uns noch ein paar Mitreißende mit denen wir uns die Kosten teilen konnten und liefen dann los.

Die Tour durch den Dschungel gestaltete sich als relativ einfach und war nichts im Vergleich zu unseren Trekking-Touren durch Laos. Der Strand selbst ist recht leer und bietet neben glasklarem Wasser und weißem Sand auch eine Schildkröten-Aufzuchtstation, die man kostenlos besuchen kann. Es werden auch verschiedene Altersstufen der kleinen Panzerbewohner gehalten und gezeigt. Die meisten davon sind frisch geschlüpft oder waren verletzt und werden hier wieder aufgepäppelt bevor es wieder auf hohe See geht.

Teil 2 der Tour zum Monkey Beach

Nach zwei Stunden Aufenthalt kam dann auch schon unser Boot und brachte uns zum Monkey Beach – dieser ist nicht besonders schön und recht dreckig – es gibt einen großen Haufen Müll am Ende des Strandes den man passieren muss, um auf den Leuchtturm der Insel zu klettern. Der Weg nach oben dauert ungefähr eine Stunde – am Ende erwartet einen ein weiß gestrichener alter Leuchtturm, den man auch begehen kann. Von ganz oben hat man einen tollen Blick über die Insel. Wir wurden später noch von Affen umzingelt bevor es wieder nach unten ging. Mit unserem Boot sind wir dann zurück zum Batu Ferrenghi Beach und wieder nach Hause gefahren. Alles in allem ein toller Tag und ein sehr schöner Ausfug.

Die größte Tempel-Anlage in Südostasien!

Uns hat es schon etwas verwundert, dass diese ausgerechnet hier auf Penang stehen soll. Der Kek-Lok-Si Tempel ist gigantisch und wirklich sehenswert. Schon von weitem sieht man die imposante Statue und ist man erst einmal drin, dann findet man an jeder Ecke eine neue Attraktion. Wir hatten Glück und waren zur Zeit rund um das chinesische Neujahr da, und so war der Tempel auch noch zusätzlich geschmückt. Ein tolles Schauspiel und eine wahnsinnig schöne Aussicht. Sehr fotogen sind auch die kleinen Portale die es in der Anlage zu sehen gibt. Eine Besonderheit ist auch der , der die verschiedenen Formen des Buddhismus in sich vereint. Jede Etage ist dabei einer anderen Ausprägung gewidmet. Auf jeden Fall einen Besuch wert.

Der Penang Hill

Nur 830 Meter hoch, stellt dieser Hügel die höchste Erhebung der Insel dar. Es gibt einen langen und steilen Weg nach oben, oder aber du machst es dir einfach und steigst in die Standseilbahn direkt am Fuße des Berges. Wir haben uns für eine Mischung zwischen laufen und fahren entschieden – da es bei unserem Aufstieg langsam dunkler wurde und begann zu regnen. Beim Abstieg taten wir das gleiche und waren froh als wie während des einsetzenden Gewitters wieder in der Bahn sitzen konnten – es war schon ziemlich unheimlich bei Regen und den heranziehenden Blitzen den Berg hinunter zu rutschen. Oben gibt es eine tolle Aussicht über die ganze Insel und viele kleine Plattformen auf denen man in die Tiefe schauen kann. Allerdings wird es hier am Wochenende recht voll, da auch die Locals gern hier her kommen. Fahrt also lieber unter der Woche hier her.

Botanischer Garten

Auch der botanische Garten in Penang ist einen Besuch wert – zumal der Eintritt kostenlos ist und die Fahrt hier hin nur wenige Euro kostet. Es gibt viele unterschiedliche Pflanzen und Bäume zu sehen, aber auch wilde Affen die nur darauf aus sind dich zu ärgern – wir wurden z.B. von schwarzen Brillenlanguren mit Ästen beworfen und sahen wie Makaken ein Picknick plünderten. Alles lustig und amüsant solange man nicht mit den Burschen anfängt zu kämpfen – den Kampf verlierst du 100%. Versuche es also gar nicht erst. Ansonsten ist die Anlage wirklich toll gemacht und du wirst sicher auch den ein oder anderen Einwohner Penangs hier kennen lernen, da nicht viele Touristen hier her kommen.

Wusstest du, dass …

es hier auf Penang die größte Ansammlung chinesischer Bewohner außerhalb Chinas gibt? Von unserem AirBNB Host John lernten wir einiges über die chinesische Kultur und das bevorstehende chinesische Neujahr, dass hier auf Penang ausgiebig und mit viel TamTam gefeiert wird. Zu diesem Anlass fliegen auch viele Chinesen aus China hier her um ihre Verwandten zu besuchen und um das Jahr gebührend zu feiern. Die Stadt ist zu diesem Zeitpunkt also besonders geschäftig und viele Unterkünfte sind dann ausgebucht – sei also schon vorher hier oder etwas danach.

Falls du nun auch Lust bekommen hast die Stadt zu besuchen, dann wünschen wir dir viel Spaß und hoffen unsere Tipps konnten dir ein wenig helfen dich zu orientieren. Falls du noch Fragen hast, dann kannst du dich gern in den Kommentaren oder per Mail bei uns melden.

Viel Spaß auf Penang
Santa und Daniel

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