Unsere Reise von Laos ins Nachbarland Vietnam geht weiter. Von Muang Ngoy geht es mit dem Boot nach Muang Khua. Ganze 6 Stunden sind wir unterwegs bis wir endlich Muang Khua erreichen. Die Bootsfahrt ist zwar wunderschön, die provisorischen Holzbretter im Laderaum des kleinen Bootes werden mit der Zeit aber recht ungemütlich. Die komplette Bootsfahrt kostet 10 € pro Person.

Achtung: das Boot nach Muang Khua fährt nicht jeden Tag. Es hängt davon ab wie viele Passagiere dabei sind denn erst wenn 10 Leute fahren wollen wird der Preis durch alle geteilt und losgefahren. Sind es weniger als 10, wird es teurer oder es wird gar nicht erst gestartet.

Muang Khua

In Muang Khua verbringen wir die restlichen Tage bis zum Ablauf unseres Visums. Wir waren nicht besonders gut vorbereitet auf Vietnam. Wir hatten kein Visa beantragt wollten aber auch nicht den langen Weg über den Fluss bis nach Luang Prabang zurückfahren, deswegen sind wir das Risiko eingegangen und sind bis zum letzten Ausreise-Tag in Muang Khua geblieben mit der Hoffnung das wir ohne Problem nach Vietnam kommen.

Im Zentrum des Dorfes gibt es eine große Kreuzung und eine Art Busbahnhof – wir haben das Ticket nach Dien Pien Phu bei einem älteren Herren in einem Gemüseladen gekauft. Nur durch Zufall kamen wir auf diesen Herren und fanden später heraus, das der Bus genau vor seinem Laden hält. Ob es günstiger oder teurer war als beim offiziellen Busbahnhof wissen wir nicht, da uns dort keiner verstanden hat und jede Frage nur mit “YES YES” beantworten konnte.

Sehnswürdigkeiten in Muang Khua

  • 1 bis 3 Tage Trekking-Tour durch die Berge mit Besuch von abgelegenen Dörfern und Kulturen – die Preise sind allerdings ziemlich hoch.
  • Ein Spaziergang über die bekannte Hänge-Brücke
  • Der Fluss mit zwei Farben – grün und braun mischen sich hier spektakulär zusammen

Die Fahrt nach Dien Pien Phu

Ein kleiner Bus stoppt und wir werden hineingeschoben. 6 Stunden soll die Fahrt dauern und wir können uns nicht vorstellen wieso, da die Strecke nur 100 Kilometer beträgt. Einen Tag vorher erzählten uns Backpacker, die aus der anderen Richtung kamen, über einen schweren Unfall mit ihrem Bus bei dem der Fahrer beide Beine und eine Touristin viele Zähne verlor. Richtig Mut hat uns dieser Bericht nicht gemacht, aber es gab keinen anderen Weg mehr für uns. Im Bus selbst saßen ein paar Einheimische und wir, die einzigen Touristen. Beinfreiheit gab es nicht wirklich, da die Sitzbänke extrem eng zusammen geschoben wurden.

Die Fahrt an sich ging lange Zeit nur bergauf und sogar in die Wolken hinein. Der Bus gab alles, um wenigstens ein bisschen vorwärtszukommen und uns war schnell klar, warum die Fahrt so lange dauern soll. Einer der Passagiere stellte sich später als gut deutsch sprechender Student aus Laos heraus, der jetzt in Vietnam arbeitet. Wir unterhielten uns und waren froh jemanden zu haben der uns beim Grenzübergang etwas helfen kann.

Nach einer langen Fahrt durch die Berge kamen wir endlich am Grenzübergang an, wir mussten alle vor der Grenze aussteigen und uns in Laos ausstempeln lassen, auf der vietnamesischen Seite sprang uns auf einmal ein Kamera-Team vor die Nase und filmte unsere Gruppe. Wir waren auf dem Weg zum Grenzbeamten und als wir unsere Pässe abgaben, hielten die Kameras auf Santa und den Beamten. Dieser lächelte verkrampft und stempelte irgendeine Seite ab. Das gleiche passierte bei Daniel und wir waren ohne Fragen oder Diskussionen in Vietnam – einfacher als gedacht. Als die Kameras hinter uns lagen und wir aus dem Bild waren, kam ein Offizier und sagte recht bestimmt: “PASSPORT!!!” – wir bekamen direkt Angst und dachten nur: “Na Prima, das war ja klar…”

Er kontrollierte unsere Pässe recht sorgfältig und fragte uns wie lange wir in Vietnam bleiben. Nach dieser kleinen Einlage fanden wir uns im Bus wieder und die Fahrt ging extrem ruckelig weiter. Die Straßen wurden immer schlechter und teilweise wurden wir und die anderen Insassen an die Decke des Busses geschleudert.

Ankunft in Dien Pien Phu

Wir kommen in Dien Pien Phu an und werden direkt überrannt. 15 Leute stürzen in den Bus und halten uns ihre Visitenkarten ins Gesicht. Jeder versucht uns eine Fahrt in einen anderen Ort zu verkaufen. Sapa, Hanoi oder ans andere Ende der Welt, alles noch heute und natürlich cheap cheap. Uns brennen die Ohren und wir wollen so schnell wie möglich in unser Hostel. Als wir einen Tag später noch einmal hier herkommen ist es nicht anders. Wir buchen einen Bus nach Hanoi und vermissen die Ruhe von Laos jetzt schon.

Einreise Information Vietnam

Reist du über den Landweg in Vietnam ein und möchtest länger als 15 Tage bleiben, musst du dir davor ein Visum besorgen. Dies geht z. B. auf der vietnamesischen Botschaft in Luang Prabang. Dort kannst du dir dein Visum innerhalb von 24h/48h oder 72h erstellen lassen. Wir haben allerdings kein Visum beantragt und wollten erstmal nur 15 Tage bleiben. An der Grenze kostet das Visum 30 Dollar pro Person und wir kamen ohne Probleme ins Land – vielleicht auch, weil gerade ein Fernseh-Team da war und die Stimmung etwas lockerer als sonst war.

Achtung: Nicht jede Landgrenze lässt Personen visumfrei für 15 Tage einreisen. Unbedingt vorab informieren.

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