Negombo werden die meisten Reisenden wohl nur als Zwischenstation auf Ihrer Reise durch Sri Lanka sehen. Aus dem Flughafen, eine Nacht übernachten, ab ins Taxi und auf zum nächsten Strand oder ins Hochland von Sri Lanka. Wir waren 2 Tage dort und haben ein paar Sehenswürdigkeiten entdeckt, die wir Euch auch ans Herz legen wollen.

Für Negombo solltest Du nicht zu viele Tage einplanen aber ein oder zwei Übernachtungen sollten Dir helfen Dich an das Land zu gewöhnen und den Zeitunterschied zu überwinden. Dieser beträgt hier übrigens dreieinhalb Stunden zu Deutschland. Ja, Du hast richtig gelesen, eine halbe Stunde ist hier noch zusätzlich einzurechnen, woher diese Rechnung kommt kannst du hier nachlesen.

Negombo Fischmarkt – nichts für schwache Nerven

Da es sich um eine alte Fischerstadt handelt, ist das Highlight hier wohl der Negombo Fischmarkt. Wir hatten Glück und wollten eigentlich nur eine Kokosnuss trinken, als ein deutschsprachiger Fischer uns abfing und uns anschließend zwei Stunden lang jedes Detail des Marktes erklärte. So lernten wir auch die harte Arbeit der Frauen kennen, die hier Ihr täglich Ihr Brot verdienen.

Rochen, Tintenfische, Papageifische und allerlei andere Arten werden hier jeden Tag zum Verkauf angeboten. Das Schlimmste für uns war wohl zu sehen wie ein Manta-Rochen vor unseren Augen geviertelt und auseinander genommen wurde. Wie oft wünscht man sich diese Tiere im Meer schwimmen zu sehen und dann liegt es da vor einem und wird völlig emotionslos zerhackt. Hier im Bild nur ein kleiner Rochen. Diese Art ist sogar gefährlich und besitzt einen Stachel der tödlich sein kann. Prominentestes Opfer dieser Stachelrochen war sicherlich der bekannte Tierfilmer Steve Irwin.

Der Fischmarkt an sich ist ganz anders, als alles was Du in Deutschland unter einem Fischmarkt kennst. Die Fahrt hierhin lohnt sich auf jeden Fall und war eines der Highlights in Negombo. Nicht weil dort unzählige Fische zum Verkauf angeboten werden, nein, das werden sie weltweit – sondern weil Du hier ein ganz anderes Lebensgefühl bekommst und der Markt ein toller Ort ist um starke Bilder zu sehen. Vor Ort solltest Du einfach ein paar Locals ansprechen, die Dir gern alles zeigen werden – natürlich gegen Bares.

Einer der härtesten Jobs, den wir beobachten konnten bestand darin den Fisch in der Sonne zu trocknen und alle paar Stunden zu wenden – von Hand. Diese Arbeit wurde von älteren Frauen erledigt, die stundenlang in der Sonne stehen mussten. Über den Fisch gebeugt, um sorgsam jedes einzelne Stück zu drehen und zu wenden. Dafür bekamen sie 25 Rupie pro Kilogramm. Der Chef, ein mit Goldketten behangener Typ und Handy am Ohr, deutete mit dem Finger auf ein noch nicht gewendetes Stück und sagte sowas wie: „Da hast Du noch einen vergessen“. Stundenlang standen sie da, während die Krähen sich über die trockenen Tintenfische hermachten. Die besten Stücke werden nach China und Europa exportiert – die übrig gebliebenen Reste bleiben im Land und werden an die Bevölkerung verkauft.

Eine Flussfahrt auf dem Negombo River

Für 2500 Rupie kannst Du mit einem Boot auf dem Negombo-River entlang fahren und dort die Vogelwelt Sri Lankas bewundern, auch findest Du viele Affen, Warane, Hunde und vielleicht auch Schlangen. Die Tour an sich dauert ungefähr eine Stunde, führt durch Mangroven-Wälder und vorbei an bunten Fischerbooten. Die Boote sind nie richtig voll und mit Sicherheit bist Du allein – nur wenige Touristen halten sich in diesem Ort länger auf und das merkt man an allen Ecken.

Vielleicht dein erster Tempelbesuch

Falls dies Dein erster Besuch in einem hinduistischen Land ist, empfehlen wir Dir noch ein oder zwei Tempel zu besuchen. Diese sind meist sehr bunt und es erwartet Dich eine andere Welt, wenn Du Dich hinein traust. Keine Angst, Du bist immer willkommen und darfst Dich, falls Du angemessen gekleidet bist auch länger darin aufhalten. Die bekanntesten sind sicherlich der Angurukaramulla und der Sri Sitevintage Tempel. Frag in Deiner Unterkunft nach, wie Du am besten dort hinkommst, aber meist ist ein TukTuk der schnellste Weg,

Weitere Sehenswürdigkeiten in Negombo

Es gibt noch eine Menge Kirchen und eine alte Festungsruine in der Nähe des Fischmarktes. Nichts davon ist wirklich atemberaubend oder umwerfend schön, aber nun hast Du es einmal gelesen und kannst danach Ausschau halten. Der Strand in Negombo ist hingegen vielleicht eher etwas für Dich, wenn das Wetter mitspielt und die Wellen nicht all zu hoch sind, dann hast Du hier einen langen und breiten Sandstrand fast für Dich allein.

Weiterfahrt ins Landesinnere

Von Negombo aus hast Du die Möglichkeit mit dem Zug oder dem Bus Richtung Kandy, Galle, Anuradhapura oder Colombo zu fahren. Falls Du zu wenig Zeit hast oder Dich nicht traust in lokalen Bussen oder Zügen zu fahren dann solltest Du Dir einen privaten Fahrer nehmen, der dir das Land im Schnelldurchgang zeigen kann.

Wir haben hier einen super Kontakt mit Nuwan aufbauen können, den wir dir wärmstens ans Herz legen wollen. Auf seiner Seite erfährst du mehr über ihn und seine Firma: www.blessrilankatours.com Ein toller Kerl, der dich im ganzen Land umherfahren kann und dir alle Probleme abnimmt.

Aktuell günstige Unterkünfte in Negombo:

Booking.com

Wir hoffen Du hast einen kleinen Einblick in Negombo erhalten und wünschen Dir nun
viel Spaß bei Deiner Reise nach Sri Lanka.

Santa und Daniel

Categories: Sri Lanka

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