Auf unserer Reise haben wir bisher immer wieder Leute getroffen, die über unsere Tipps völlig erstaunt waren oder diese zum ersten Mal gehört haben – daher haben wir uns gedacht ein Blogeintrag zu diesem Thema ist bestimmt auch für dich ganz hilfreich. Hier geht es also um die Grundausbildung für Backpacker. Dinge, die du brauchst bevor du auf Reisen gehst oder die auf deiner Reise sehr nützlich sein könnten.

Dein kleiner Helfer in der Hosentasche

Fangen wir mit deinem Handy an, dieses sollte eine Taschenlampe, GPS, die APP MAPS.ME, sowie einen Dual SIM-Kartenslot besitzen. So findest du immer deinen Weg, hast Nachts ein Licht und kannst sowohl deine deutsche als auch eine lokale SIM-Karte benutzen. Wenn es dann auch noch wasserdicht ist, hast du alles richtig gemacht.

Nutze alternative Taxi-Apps

Informiere dich vorher in welchem Land du Grab oder ähnliche APPs nutzen kannst, um dir ein Taxi zu bestellen. Diese APPs sind meist günstiger als Tuk-Tuks oder lokale Taxis. Es funktioniert nicht überall und auch nicht landesweit – aber wenn es funktioniert ist diese Art der Fortbewegung sehr bequem, einfach und günstig.

Trenne dein Gepäck von den Wertgegenständen

Nimm dir einen leichten Tages-Rucksack oder wasserdichten Beutel mit. Auf Busfahrten kommt es häufig vor das du dein Gepäck abgeben musst – sorge aber dafür das deine privaten und wertvollen Gegenstände immer bei dir sind und du nur deine stinkenden Klamotten abgeben musst. Verlierst du diese, oder werden diese geklaut, ist dies kein Drama – jedenfalls kein größeres.

In diesen kleinen Rucksack sollte also dein Handy, dein Reisepass, dein Laptop, deine Kamera, deine Kreditkarte und dein Bargeld passen. General sollte dein Gepäck so leicht wie möglich sein. Wie du das schaffst kannst du in unserem Beitrag “Weltreise mit Handgepäck – eine Packliste für Frauen” nachlesen.

Schütz dich vor Insekten und Dreck

Nimm dir einen leichten Seidenschlafsack mit, dieser kann dir in einigen Hostels oder Hotels viele Mückenstiche ersparen und trennt dich von der vielleicht ekligen Matratze in der Bettwanzen leben könnten. Außerdem gibt dir die Seide eine angenehme Temperatur und lässt dich besser schlafen.

Komm mit leeren Händen

Kauf dir in Deutschland nicht all zu viele Sachen, denn du wirst unterwegs alles günstiger finden. So gibt es in Ho-Chi-Minh-City (Vietnam) z.B. eine Kamera-Straße, in der du jegliches Equipment günstiger als in Deutschland bekommst. Objektive oder Kameras, Dronen oder Speicherkarten – hier findest du alles zu besseren Preisen als zu Hause. Dasselbe gilt für Rucksäcke T-Shirts, Hosen, Schuhe, Trekkingausrüstung, Jacken und diverse andere Ausrüstungsgegenstände die du in Deutschland wahrscheinlich zum zehnfachen Preis erwerben musst. Eigentlich könntest du auch nur mit deinem Reisepass und einer Kreditkarte nach Vietnam kommen und dich hier komplett eindecken für einen Bruchteil des Geldes.

Andere Backpacker sind deine Freunde

Such dir so schnell es geht Reisebekanntschaften, mit denen du eine Weile herumreisen kannst. Vor allem am Anfang oder in Ländern wie Indien kann dies eine große Hilfe sein, denn so bist du nie allein, kannst Kosten für Touren und Zimmer teilen und fühlst dich etwas sicherer – in den ersten Tagen wird dir dies den Einstieg in dein neues Reise-Leben erleichtern.

Buch nur eine Nacht in deinem Hotel

vor Ort wirst du feststellen das es vielmehr Guest-Häuser gibt als du vorher online gesehen hast und meistens sind die Preise besser, falls du vor Ort verlängern möchtest oder ein anderes Hotel findest das besser zu dir passt. Denk daran, dass viele Länder nicht unbedingt gutes Internet haben und daher die Besitzer nicht unbedingt ihre Hotels ins Internet einstellen können. Du solltest also erstmal nur eine oder zwei Nächte buchen und dich dann nach etwas Besserem umschauen um länger zu bleiben oder aber in deinem Guesthouse nachfragen, ob es bei Verlängerung nicht einen besseren Preis gibt. Erst vor Ort weißt du ob du länger bleiben möchtest, oder lieber schnell weiter willst.

Plane nicht zuviel

Leg dir keine hundertprozentige und starre Reise-Route fest. So bist du offen für Abenteuer und Empfehlungen von Locals und anderen Backpackern. Außerdem entstehen so die besten Erlebnisse. Wir landeten z.B. auf einer 7-tägigen Segelreise durch die Andamansee in Südthailand und das auch nur durch Zufall und weil wir keine 2 Wochen in unserem Hotel gebucht hatten. Eine grobe Idee in welche Länder du reisen willst, kann schon reichen, der Rest ergibt sich unterwegs.

Kontrolliere dein Budget

Es gibt verschiedene APPs mit denen du dein Budget jeden Tag eintragen und kontrollieren kannst. Dies solltest du zumindestens die ersten Monate tun, um zu überprüfen ob du auf zu großem Fuß lebst oder ob du eventuell noch Geld übrig hast und den ein oder anderen Ausflug zu unternehmen.

Langsames Reisen spart Geld

Jeden Tag ein neues Ziel bedeutet auch jeden Tag Transportkosten, andere Hotelkosten und den Verlust von Zeit. Bleibst du ein zwei Tage länger an einem Ort, bekommst du meistens ein besseres Gefühl für den Ort weißt wo du günstiger einkaufen gehen kannst und sparst dir viel Stress und Zeit in Bussen und Bahnen.

Nächstes Restaurant in 5 Kilometern

Solltest du nicht vorhaben Motorrad oder Moped zu fahren dann solltest du schon bei der Buchung darauf achten, dass deine Unterkunft nicht allzu weit weg von Restaurants oder Supermärkten liegt. Nichts ist schlimmer, als zu jeder Mahlzeit ewig weit laufen zu müssen oder jedes Mal mit Tuk-Tuk Fahrern verhandeln zu müssen. Auch der schönste Platz wird zu Hölle, wenn man nichts essbares in der Nähe finden kann. Die romantische Zweisamkeit ist dann ganz schnell vorbei.

Sveiki, mani sauc Santa

Sag nicht jedem, dass du aus Deutschland kommst – das klingt erstmal verrückt aber vor allem bei Tuk-Tuk Fahrern hilft dir ein anderes Land manchmal ungemein. Denn solltest du sagen das du aus Deutschland kommst, steigt der Preis plötzlich um ein Vielfaches. Wir kommen z. B. aus Lettland und haben so meistens den Vorteil, dass keiner dieses Land kennt. Wir bekommen dann ganz andere Information oder Preise.
Vielleicht kommst du ja aus Rumänien oder Bulgarien? Es sollte aber schon einigermaßen glaubhaft sein, denn auch Tuk-Tuk Fahrer sind nicht doof. Redet daher in der Nähe der Leute die euch schlechte Preise machen könnten in einem English ohne deutschen Akzent. Vermeidet es euch untereinander in deutsch über den Preis zu unterhalten. Dies kann manchmal auch sehr lustig sein. Vor allem, wenn man es perfektioniert hat wie Borat zu sprechen. Seid aber ehrlich, wenn euch Locals im Bus oder Zug nach eurem Land fragen und es nicht um Geld geht. Nach einer Weile bekommt man ein Gefühl dafür, wer welches Land zu hören bekommt.

Mobile Daten

Um unterwegs flexibel zu sein, solltest du eine lokale SIM-Karte besitzen, ob du diese am Flughafen oder in der jeweiligen Stadt kaufst hängt vom jeweiligen Land ab. Generell solltest du aber immer eine Karte haben, um ein Taxi bzw. Grab zu rufen oder ein Hotel unterwegs buchen zu können.

Respektiere die Sitten des Landes

Achte darauf, dass du nicht zu provokant durch die Straßen läufst, denn sehr kurze Klamotten könnten bei einigen Locals bitter aufstoßen. Auch wenn diese nichts sagen werden sind die Blicke doch manchmal sehr eindeutig. Du solltest also immer auch ein paar lange Hosen und Schulter-bedeckende Shirts dabei haben. Oben ohne durch die Stadt zu laufen sollte ein wirkliches No-Go für dich sein – dies gilt sowohl für Männer als auch für Frauen. Schau dir an wie die Locals durch die Straßen laufen und pass dich ihnen an. An Orten an denen nur Touristen am Strand liegen ist natürlich alles anders.

Achte auf sauberes Wasser

Um Magenprobleme vorzubeugen, solltest du auf keinen Fall das Wasser aus dem Wasserhahn trinken. Es sei denn es wird dir ausdrücklich empfohlen, was aber in den seltensten Ländern der Fall ist. Du solltest daher immer auf geschlossene Wasserflaschen zurückgreifen – auch um dir die Zähne zu putzen. Vermeide dabei aber zu viel Plastik und füll dein Wasser aus größeren Flaschen um. Sollte es doch einmal zu Magenproblemen kommen, dann können dir Kohletabletten helfen das es dir schnell wieder besser geht.

Wir hoffen diese kleine Einführung kann dir helfen dich etwas besser auf deine Reise vorzubereiten und wünschen dir viel Spaß – falls du Fragen oder Anregungen hast, schreib uns gern einen Kommentar.

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